Aufwertung und nachhaltige Sicherung für den Artenschutz bedeutsamer, wegbegleitender von Obstbaumreihen im Biotopverbund zum FFH-Gebiet „Zeitzer Forst“

Das FFH-Gebiet „Zeitzer Forst“ umfasst ein weitgehend unzerschnittenes Waldgebiet, welches durch naturnahe Laubwaldgesellschaften, Streuobstwiesen, Kleingewässer, Teiche, Feuchtwiesen und Grünlandgesellschaften geprägt ist.

Es stellt einen bedeutenden Lebensraum für zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten dar und hat länderübergreifende, überregionale Bedeutung. Vor allem zahlreiche Vogel- und Fledermausarten profitieren von den strukturreichen Biotopen in und um den „Zeitzer Forst“.

So befinden sich südlich des FFH-Gebietes mehrere wegbegleitende Obstbaumreihen, mit habitatreichen Altbäumen und dichten, z. T. heckenartigen Strukturen aus Stockausschlägen der Veredlungsunterlagen. Sie verbinden das Schutzgebiet mit den umliegenden Ortschaften, wo sich nachweislich Wochenstubenquartiere unterschiedlicher Fledermausarten befinden, und leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Biotopverbund. Das Landschaftselement stellt wertvolle Lebensräume und Leitlinien in der ansonsten überwiegend landwirtschaftlich geprägten Landschaft am „Zeitzer Forst“ dar. Dem Neuntöter (Lanius collurio) dient es als Jagd- und Bruthabitat. Fledermäuse, wie Großes Mausohr (Myotis myotis), Zwerg- (Pipistrellus pipistrellus) und Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) können die alten Apfel- und Birnenbäume mit ihren Höhlen- und Spaltenquartieren zum einen als Lebensstätte nutzen, zum anderen als Jagdhabitat und zum Transfer.

Die unterschiedlich alten Obstbäume befanden sich in einem schlechten Erhaltungszustand und wiesen ein erhebliches Pflegedefizit auf, das zu regelmäßigen Starkastausbrüchen bzw. umbrechen des gesamten Baumes führte.

Um einem langfristigen Verlust dieses strukturreichen Lebensraumes entgegenzuwirken, wurden die vorhandenen Obstbäume einschließlich der begleitenden wertvollen Habitatstrukturen mit fachgerechten Pflegemaßnahmen revitalisiert. So bleiben sie auch künftig als Lebensraum für gefährdete Vogelarten und Fledermäuse erhalten.

 

Zielarten: Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus), Neuntöter (Lanius collurio)

Laufzeit: 10/2018 – 12/2018

Kosten: 9.534,28 €

Finanzierung: NALAP, GAK (100%)

ProjektbearbeiterIn: Kitty Ewald

Dieses Projekt wurde über das Programm zur „Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen (NALAP)“ sowie aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ gefördert.

 

 

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