Revitalisierung des Geschützten Landschaftsbestandteiles „Sturmsberg“

Im Nordosten des Landkreises Greiz befindet sich der Geschützte Landschaftsbestandteil (GLB) „Sturmsberg“ – ein ehemaliges Bergbaugelände, in dem vor allem Kieselschiefer als Schotter für den Straßenbau abgebaut wurde. Nach der Aufgabe der Nutzung, entwickelten sich zahlreiche Standgewässer sowie vegetationslose Schotterflächen und ruderalisierte Gras- und Staudenfluren.

Die Habitat- und Strukturvielfalt des Projektgebietes ist von besonderer floristischer und faunistischer Bedeutung, da die ehemalige Kieselschiefergrube inselartig inmitten einer intensiv landwirtschaftlich genutzten Region liegt und somit für viele Tier- und Pflanzenarten ein wichtiges Refugium bzw. einen Trittstein bildet, z.B. für gewässerbewohnende Arten wie Amphibien und Libellen, aber auch für Arten der Trockenstandorte wie Reptilien und Heuschrecken.

In der Vergangenheit wurden durch die UNB Greiz sporadisch die Gehölze im Kernbereich des Gebietes entfernt. In den letzten Jahren sind diese Arbeiten jedoch stark reduziert worden, so dass wieder viel Birken- und Kiefernjungwuchs aufgekommen ist. Diese Sukzession wirkt sich u.a. durch die Verschattung der Gewässer und die Besiedelung der offenen Schotter- und Rohbodenflächen negativ auf die schutzbedürftigen Pflanzen- und Tierarten aus.

Ziel des Projektes war die Revitalisierung der vegetationsarmen Biotope durch Entbuschung und Entfernung der Gehölzsukzession, sowie die Freistellung der vorhandenen Standgewässer. Hierdurch sollten die Arten- und Biotopdiversität erhalten sowie die in der Verordnung über den GLB Sturmsberg genannten Schutzziele umgesetzt werden.

Zur langfristigen Freihaltung des Kernbereichs des GLB, soll die Fläche mit Ziegen beweidet werden. Hierzu laufen derzeit Gespräche mit einer potenziellen Nutzerin.

Zielarten: Teichfrosch (Pelophylax esculentus), Grasfrosch (Rana temporaria), Keulenbärlapp (Lycopodium clavatum), Insekten

Laufzeit: 10/2019 – 01/2020

Kosten: 9.151,10 €

Finanzierung: NALAP, GAK (100%)

ProjektbearbeiterIn: Wiebke Preußer, Hartmut Schmidt

Dieses Projekt wurde über das Programm zur „Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen (NALAP)“ sowie aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ gefördert.

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